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Neuemission

Sendemastbetreiber China Tower gibt verhaltenes Börsendebüt

Der Börsengang von China Tower gilt als zweitgrößter Gang aufs Hongkonger Parkett seit zwei Jahren. Doch Anleger halten sich zurück.

Handelsblatt.com vom 08.08.2018 13:37:00 Uhr

Der Sendemastbetreiber China Tower ist bei seinem Börsendebüt in Hongkong mit angezogener Handbremse gestartet. Die Aktien gingen am Mittwoch mit 1,26 Hongkong-Dollar genau zum Ausgabepreis aus dem Handel, der am unteren Ende der Preisspanne gelegen hatte. Anleger seien angesichts der durch den Handelskonflikt mit den USA gedämpften Stimmung wählerisch bei Börsenneulingen geworden, begründeten Marktteilnehmer die Zurückhaltung.

Der größte Börsengang der vergangenen zwei Jahre gilt als Gradmesser für kommende Emissionen wie beispielsweise Sinochem Energy. Strategen setzen darauf, dass ein Börsenerfolg von China Tower wieder mehr Investoren anlocken könnte. Seit seinem Höchststand im Januar hat der Hang-Seng-Index knapp 16 Prozent verloren, viele Börsenneulinge sind mittlerweile weniger wert als bei ihrem Einstand.

“Langfristig orientierte Investoren werden Gelder in Firmen wie China Tower parken – es ist eine dieser Aktien, bei denen keine explosiven Sprünge zu erwarten sind und die nicht im Visier von Spekulanten ist”, sagte Stratege Linus Yip vom Handelshaus First Shanghai Securities.

China Tower wurde 2014 aus dem Sendemast-Betrieben der drei staatsfinanzierten Betreiber China Mobile, China Telecom und Chin Unicom geformt. Das in Peking beheimatete Unternehmen brachte 25 Prozent seines Aktienkapitals an die Börse und fuhr damit rund 6,9 Milliarden Dollar ein.

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